Donnerstag, den 31. Dezember 2009 um 11:23 Uhr

"Sklavenaufstand"

Geschrieben von MasterTorvis
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Wie man in der Westdeutschen Zeitung lesen kann hat ein Sklave seine Herrin angezeigt. Und zwar wegen Freiheitsberaubung.

Die beiden hatten schon eine Weile ein SM Beziehung geführt die den normalen Konventionen folgte. Also kann man sich vorstellen das die Herrin einigermaßen erstaunt war über den öffentlichen Prozess den man ihr machte. Zwar hatte der Sklave zwischenzeitlich versucht die Anzeige zurückzuziehen, was aber bei Freiheitsberaubung nicht möglich ist. Da wird von Amts wegen ermittelt.

Konkret ging es um einen Vorfall im Pferdestall wo er von seiner Herrin mit einer Kuhkette gefeselt und mit seinem eigenen mitgebrachten Knebel geknebelt wurde. Er behauptete:

... Sie habe ihn gegen seinen Willen gefesselt, geknebelt und stundenlang allein gelassen ...

Desweiteren führte er aus, das er die BDSM Beziehung schriftlich beendet habe. Allerdings blieb der Brief verschollen. Überhaupt waren da so einige Merkwürdigkeiten in den Aussagen. So beispielsweise:

... Wie das damals mit der komplizierten Fesselung ohne seine Einwilligung und Hilfe gegangen sein soll, konnte er auch nicht erklären. Ebenso wenig, warum er zwischendurch die Anzeige gegen seine „verehrte Herrin“ zurückziehen wollte. Treuherzig bekannte er, nach seiner Befreiung durch Passanten erst einmal ein Bier getrunken zu haben. ...

Ebenfalls ist sein Motiv das ihn zur Anzeige getrieben hat unklar. Möglicherweise ging es um Geld. Seine Herrin sagte er wollte sich Geld leihen, was sie aber verweigert habe.

Jedenfalls sagte die Richterin ihm auf den Kopf zu das er Märchen erzähle und stellte das Verfahren wegen Geringfügigkeit ein.

Mein Vorschlag wäre ihn wegen der unnötigen Inanspruchnahme der Behörden auf dem Marktplatz öffentlich auszupeitschen... ;-)


Quelle: Westdeutsche Zeitung

MasterTorvis

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