jemandem, der mit der deutschen Akademikersprache vertraut ist, damit der
Artikel auch in Deutschland veröffentlicht werden kann. Der Artikel ist
z.T. schon übersetzt. Honorar ist leider nicht vorhanden.
UPDATE: Ein kompetenter Übersetzer konnte in der Zwischenzeit gefunden werden!
Interessierte Personen mögen sich deswegen bitte direkt per Mail (s.u.)
mit Dr. Gabriele Hoff in Verbindung setzen.
Die englische Fassung des oben erwähnten Artikel ist unter
http://www.ejhs.org/Volume12/bdsm.htm abrufbar.
Nachstehend das Abstract:
Die verschiedenen nicht pathologischen Ausdrucksformen der BDSM
Sexualität, also die Ausübung von Bondage und Disziplin, Dominanz und
Unterwerfung, Sadismus und Masochismus, werden auch heute noch oft
stigmatisiert oder falsch verstanden - und dies selbst in der klinischen
Praxis, in der Psychotherapie, also bei der Behandlung von Patienten, die
ihre alternative Sexualität ausleben. Gründe dafür sind Vorurteile und
fehlgeleitete gesellschaftliche Normen und Moralvorstellungen, aber auch
das Fehlen von wissenschaftlichem Material zum Thema.
Diese Lücke versucht diese Arbeit zu füllen. Anhand von Inhaltsanalysen
von Interviews mit Betroffenen wurde untersucht, wo, an welchem Punkt, und
warum die Behandlung fehl schlug oder fehl geleitet war. Befragt wurden
zweiunddreißig heterosexuelle Paare. Essentiell bei der Auswahl war, dass
die Paare ihre Sexualpraktiken consensual, also mit beiderseitigem
Einverständnis, ausübten. Fünf Gruppen konnten gebildet werden: Paare, die
ihre psychotherapeutischen Behandlung vorzeitig beendeten, Paare, die
während der Behandlung Vorurteilen ausgesetzt waren, Paare, deren
Sexualität der Therapeut neutral oder stark belehrend gegenüber stand und
Paare, die ihre alternative Sexualität während der Behandlung
verschwiegen.
Die Analyse schließlich zeigt, dass die Patienten nur in den wenigsten
Fällen das Gefühl hatten, dass ihre Sexualität, also BDSM, während der
therapeutischen Interaktion den Stellenwert einnahm, der ihr nach eigenem
Ermessen zur Lösung der jeweiligen und individuellen Probleme
zugestanden hätte. Deutlich wurde auch, das BDSM selbst von Therapeuten
noch immer als ?unmoralisch?, ?falsch? oder als automatisch ?krank? und
?pathologisch? bezeichnet wird. Wichtige, in manchen Fällen lebenswichtige
Gespräche darüber, ob BDSM ?safe?, ?sane? und einvernehmlich praktiziert
wird, treten dagegen zu oft in den Hintergrund oder werden überhaupt nicht
geführt.
Die Ergebnisse dieser Arbeit sollen helfen, klinische Praxis, aber auch
Berufsausbildung von Therapeuten an die wahren Bedürfnisse von
Patienten mit alternativer Sexualität anzupassen.
für weitere Infos:
eMail an Dr. Gabriele Hoff
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Quelle: Schlagworte (SWL)

