Samstag, den 14. August 2010 um 11:21 Uhr

Bericht über einen Abend im Swingerclub

Geschrieben von Atanvarne
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Kleiner Bericht über einen Abend im Swingerclub. Nun bei meinem Mitteilungsbedürfnis wird dieser sicher länger werden, aber um euch in Sicherheit zu wiegen wählte ich den Titel. Immer wieder werden wir von Anfängern gefragt, wie denn so ein Abend in einem Swingerclub abläuft. Ich frage dann meistens erst einmal nach, wie sich die betreffende Person vorstellt, was in einem Swingerclub passiert.

Meistens bekomme ich die Antworten:

"Da laufen alle nackt rum"

"Da poppt jeder mit jedem"

"Ich muss mit jedem poppen, auch wenn ich das nicht will, weil es jeder macht"


Ich möchte hier mal von Abenden erzählen, die wir in Clubs verbracht haben und somit vielleicht ein wenig die Bedenken nehmen.

Vor einem Swingerclubbesuch wird natürlich ausgiebig der Körperpflege gefröhnt. Rasiert, gecremt, geschminkt. Vorher habe ich meistens schon die Tasche mit der Kleidung, die ich im Swingerclub anziehen möchte gepackt.

Oft nicht einfach, aber welche Frau ist schon einfach bei der Frage: „Was ziehe ich an“ ?

Meistens fahren wir noch Tanken und beim Tanken holen wir uns noch ein Snikers, das ist zu einem kleinen Ritual bei uns geworden. Auffallen tun wir nicht weiter, da wir noch unsere Alltagskleidung anhaben.

Auf der Fahrt zum Swingerclub reden wir über alles Mögliche, freuen uns schon auf den Clubbesuch.

Vor dem Club dann Parkplatzsuche, einige Clubs haben ausreichend Parkplätze so das man nicht lange nach einem freien Platz für das Auto suchen muss.

Mit der Tasche bepackt geht es dann zum Eingang des Clubs klingeln. Für viele Anfänger die erste Hürde, aber ich kann verstehen, das die Betreiber Klingeln installiert haben, so haben sie die Kontrolle das die Gäste auch Ü18 sind.

Freundlich wird man in der Regel begrüßt ( in unseren bevorzugten Clubs immer ) bezahlt und erhält einen Schlüssel für den Spind. In der Umkleidekabine/Umkleidezimmer sucht man dann den passenden Spind, zieht sich um und schließt seine Wertsachen weg. Man kann es ein wenig mit den Umkleiden im Schwimmbad vergleichen, nur das es da eben nicht nach Chlor riecht und meistens ein wenig liebevoller eingerichtet ist.

Schlüssel kann man wieder beim Betreiber oder dessen Personal abgeben, diese schließen ihn weg und so kann man den Abend unbeschwert genießen.

Als erstes gehen wir meistens an die Bar und trinken etwas, mal ist es Selbstbedienung, mal wird man an der Theke bedient. Dann stellt sich ein leichtes Hungergefühl ein und wir begeben uns zum Buffet und stärken uns an den angebotenen Speisen.

Oft kommt man hier schon mit den erstens ins Gespräch oder später an der Theke, in der Sitzecke.

Die Gespräche drehen sich um alles Mögliche, ob nun das aktuelle Tagesgeschehen, das Wetter, der PC oder oder oder – nicht anders als in anderen Clubs / Discos / Bars eben auch.

Sicherlich ist man in diesen Gesprächen viel lockerer, man spricht aus was einem die Eltern als Unwort eingetrichtert haben. Das F-Wort ist nicht unüblich, ebenso andere Worte für die schönste Nebensache der Welt.

Es kann durchaus passieren, das man auf Tuchfühlung geht, die Hemmungen jemanden den Arm umzulegen oder am Bein zu streicheln sind wesentlich niedriger als in normalen Lokalitäten. Verständlich, denn alle wissen doch, dass man eigentlich dafür in einem Swingerclub ist. Möchte man dies nicht, dann schiebt man eben die Hand weg.

Dies wird in der Regel als Nein akzeptiert.

Jetzt passiert folgendes, entweder geht derjenige und sucht sich ein neues „Opfer seiner Begierde“ oder aber er bleibt sitzen und man plaudert weiter, weil man sich gut verstanden hat.

Lässt man die Berührungen zu, werden diese meistens mutiger und am Ende landet man auf einer der Spielwiesen. Hier gibt man sich der schönsten Nebensache der Welt hin. Je nachdem auf welcher Liebeswiese man gelandet ist muss man auch die ein oder andere Annäherung abwehren ( man kann sie bei Gefallen natürlich auch zulassen – schön wäre wenn das vorab mit demjenigen geklärt ist, mit dem man auf der Matte ist ).

Wobei diese Annährungen in einem Herrenüberschußclub wesentlich höher ist, als in einem Pärchenclub. Dafür kommt man als Paar in einen Herrenüberschußclub kostengünstiger rein.

Anfängern empfehle ich immer sich entweder ein Paar, Herren zu suchen mit denen sie den ersten Clubbesuch erleben, denn grade Anfänger scheuen sich oft  NEIN zu sagen. Wenn Anfänger sich auf die Spielwiese begeben empfehle ich das abschließbare Zimmer, damit sie von Annäherungsversuchen während der schönsten Nebensache der Welt verschont werden.

Der Solomann ist eine besondere Spezies im Club. Es gibt durchaus sehr charmante, höfliche und angenehme Solomänner, aber eben auch leider die, die meinen mit dem Eintritt eine Poppgarantie zu haben.

Ich bevorzuge es mir die Männer auszusuchen mit denen ich auf die Spielwiese gehe und will dann auch nur von dem Mann oder den Männern beglückt werden.

Es kann vorkommen, das Männer versuchen mitzumachen, meistens beginnt es damit, das Frau am Fuß oder Arm angefasst wird. In vielen Fällen reicht das schon als NEIN aus, langt dies nicht, dann sollte man sich nicht scheuen ein klares, deutliches NEIN auszuprechen.

Reicht dies alles nicht und der Solomann hört nicht auf euch zu belästigen wendet euch bitte an das Personal.

Nachdem wir Spaß auf der Spielwiese hatten und uns meistens noch kurz danach unterhalten haben, machen wir die Matten für die nächsten Paarungswilligen frei. Gehen unter die Dusche und organisieren uns etwas zum trinken.

Je nach Lust und Laune startet man irgendwann eine zweite oder dritte Runde um dann den Abend gemütlich mit einem Gespräch ausklingen zu lassen.

So jetzt wurde aus dem ganzen doch ein halber Roman. Vielleicht mag der ein oder andere ja auch mal erzählen, wie seine/ihre Abende im Swingerclub ablaufen um so Anfängern vielleicht die Bedenken zu nehmen in einen Swingerclub zu gehen.




Zusätzliche Informationen
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  • Originaltext:
Zuletzt geändert am: Samstag, den 14. August 2010 um 11:32 Uhr

1 Kommentar

  • Kommentar Link Karl-Heinz Samstag, den 14. August 2010 um 19:17 Uhr Gepostet von Karl-Heinz

    Ich finde das ist eine wirklich gute Beschreibung, das trifft es. Ich kann mich darin wiederfinden.

    Ich gehe auch gerne als Exemplar der Spezies Solomann in Clubs *outing* grins. Ich genieße dabei die Freiheit und Unkompliziertheit, die dies ermöglicht.

    Was über Single-Männer gesagt wurde ist allerdings richtig. Es gibt wirklich solche, die charme- und rücksichtsfrei ein Ziel im Auge haben und die Stilfrage dabei ausblenden. Das prägt bei manchen das Bild, was im Ganzen betrachtet aber etwas unfair ist. Ich möchte mal versuchen das Problem der Kontaktaufnahme aus Sicht der Solos zu beleuchten.

    Meine Erfahrung ist dass sich erstaunlich viele Paare einen oder mehrere männliche Mitspieler wünschen, vom Dreier bis zum Gruupensex oder Gangbang. Nur der Weg diese Interessen zusammenzubringen ist mindestens mal interessant...

    Als Paar möchte man manchmal einfach ungestört sein und dann nicht ständig mit verbalen oder nonverbalen Angeboten konfrontiert werden. Dann gibt es Abende oder Gelegenheiten, an denen Frau gerne mal eine evetuelle nymphomane Ader ausleben möchte.

    Auch die Erwartungen an die Solomännern unterscheiden sich dabei doch z.T. sehr. Manche Frauen und Paare suchen aktiv den Kontakt, viele sind da eher passiv. Manche möchten eher nicht angesprochen werden und andere würden sich darüber freuen wenn einer der anwesenden und offenbar interessiert schauenden Männer endlich mal die Schüchternheit fallen lassen und sich ihnen freundlich nähern würde.

    Gut finde ich Mottoabende, die es in vielen Clubs regelmäßig gibt. Auf einem Paare-Abend mit Single-Anteil kann man von anderen Interessen ausgehen als auf einem Gangbang-Abend.

    Ich muss zugeben dass ich eine deutliche Hemmschwelle habe, eine Frau oder ein Paar anzusprechen, mit der oder mit dem ich vorher noch keinen verbalen Kontakt hatte. Dieser kann auch scheinbar flüchtig sein oder zunächst auch nur aus Blicken bestehen. Wenn ich jemanden bzgl. Interesse und gegenseitiger Sympathie einschätzen kann fühle ich mich deutlich wohler und ergreife ggf. auch die Initiative. Je nach Motto des Abends eher verbal vor dem Spielwiesen-Besuch oder währenddessen. Aber immer möglichst unaufdringlich.

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