Dieses Ziel ist über die Prinzipien des sogenannten Open Government und Open Data zu erreichen. Hierbei werden nicht-personenbezogene Informationen in Datenform im Internet und ohne Bewertung veröffentlicht. 88 Prozent der Befragten befürworten eine solche Veröffentlichung von Daten im Internet, beispielsweise über die Verwendung der Gelder aus dem Konjunkturpaket oder zur Feinstaubbelastung. 81 Prozent glauben, dass die Bürger dadurch mehr am politischen Geschehen teilhaben könnten, und 76 Prozent sind sich sicher, dass die Behörden dann auch einen stärkeren Anreiz hätten, effektiver zu arbeiten. Weiter sind 73 Prozent der Meinung, dass sie die Behörden somit besser kontrollieren können. Erstaunlicherweise spielt das Thema Datenschutz bei nur 16 Prozent der Befragten eine Rolle.
Im Rahmen der Untersuchung sollte ermittelt werden, welche Meinungen die Bundesbürger zu dem Thema „Open Data, Open Government“ haben, wie sie einer generellen Veröffentlichung von Behördendaten in Deutsch-land gegenüberstehen und welche Auswirkungen ein Mehr an Transparenz hätte.
Die deutliche Mehrheit der Befragten würde es befürworten, wenn die Behörden Daten zu konkreten Themen vollständig und ohne Bewertung regelmäßig veröffentlichen, etwa die genaue Verwendung der Mittel aus dem Konjunkturpaket in den einzelnen Städten und Gemeinden in Deutschland. Eine grundsätzliche Veröffentlichung aller vorhandenen Daten, mit Ausnahme von personenbezogenen oder anderweitig geschützter Daten wünschen sich mehr als Zweidrittel der Bürgerinnen und Bürger.
Davon erhoffen die Befragten einen stärkeren Anreiz für die Behörden, effektiver zu arbeiten. Darüber hinaus erwarten acht von zehn Befragten, dass sich Bürger durch eine generelle Veröffentlichung amtlicher Daten besser einbringen und politische Entscheidungen stärker beeinflussen könnten. Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes hat lediglich jeder Sechste. Sollte sich die Öffentliche Hand entschließen, alle behördlichen Daten zu veröffentlichen, würden sich gut Zweidrittel der Befragten diese Daten auch ansehen. Von diesen kann sich jeder Vierte sogar vorstellen, mit den amtlichen Daten zu arbeiten oder diese für andere aufzubereiten, zum Beispiel durch Programmierung von Anwendungen oder der Erstellung von Berichten.
Die Mehrheit der Befragten glaubt, dass eine generelle Veröffentlichung amtlicher Daten ihr Vertrauen gegenüber der Politik und der öffentlichen Verwaltung erhöhen würde.
Über 1018 volljährige Bundesbürger nahmen an dieser Umfrage von forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analyse mbh teil.
Die Studienergebnisse können unter www.sas.de/open heruntergeladen werden
Dienstag, den 24. August 2010 um 16:51 Uhr
Wünschen Bürger mehr Transparenz?
Geschrieben von Webdevil
Diie Vertrauenskrise, der sich die politische Steuerung durch die Bürger ausgesetzt sieht, ist mit mehr Effektivität und mehr Transparenz zu überwinden. Das ergab eine aktuelle repräsentative Verbraucherstudie von Forsa im Auftrag von SAS Deutschland, einem der weltgrößten Softwarehersteller.
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