Die TV-Kanäle, die 24 Stunden am Tag mit eindeutigen Bildern zum Anruf bei kostenpflichtigen Erotik-Hotlines animieren, verstoßen nach Ansicht der KJM gegen den deutschen Jugendschutz. Weil die Sender im Ausland lizensiert sind, dort nicht gegen Bestimungen verstoßen, können diese nicht direkt angegangen werden.
Bereits seit 2007 prüfen deutsche Medienwächter weitreichende rechtliche Schritte gegen die Sex-Ausstrahlungen beim digitalen Satellitenfernsehen. Die Astra-
Sendetochter APS war bereits um Auskunft gebeten worden, auf welcher rechtlichen Grundlage die Angebote verbreitet werden. Klar ist: Pornografie und Softerotik werden in EU-Ländern vollkommen unterschiedlich bewertet. Für die Ausstrahlung via Satellit reicht die Zulassung in einem europäischen Land aus.Sex-Programme könnten durch Kinder mit der Fernbedienung sehr schnell und auch versehentlich eingeschaltet werden, warnten die Medienwächter gebetsmühlenartig. Ursprünglich war vorgesehen, die Industrie um eine Prüfung zu bitten, ob die Programmplätze generell mit einer Art PIN-Vorsperre versehen werden können. Neben Astra sendet auch Eutelsat auf 13 Grad Ost Programme mit sexuellen Inhalten unverschlüsselt, neben Standbildern auch Videosequenzen.


