BDSM ist eine bunte Welt
Ebenso, wie man die Menschen nicht in eine Schublade stecken kann, sollte man das auch beim BDSM nicht versuchen. Nicht jeder Masochist ist so wie ein anderer. Nicht jeder DOM ist so knallhart, dass einem das Lachen im Hals stecken bleibt. BDSM ist einfach eine bunte Welt der Liebe, Zuneigung und Kontrolle, die viele Anhänger und Fans hat.
BDSM ist das Zusammenspiel von Macht und Unterwerfung auf beiderseitigen Wunsch. BDSM ist Bondage, ist Sadismus/Masochismus, ist Spanking und eine wunderbare Bereicherung zwischenmenschlicher Beziehungen. Es ist nicht leicht, BDSM zu leben, weil es doch einige Gefahren und eine ganze Menge Fragen gibt.
Da sind die Grundbegriffe, die man oft erst einmal klären muss und die vielen Fantasien, die sich bewusst oder unbewusst umsetzen lassen sollen. Es ist ein Spiel des Haltens und Fallens, des Gebens und Nehmens. Vertrauen ist beim BDSM nicht nur ein Schlagwort, nein, es ist wesentlich mehr als das. Letztlich eine Grundfeste und gleichzeitig doch wohl das Wichtigste überhaupt. In welcher Beziehung Top und Bottom, Dom und Sub, oder auch Domina und Sub zueinanderstehen ist im Prinzip nebensächlich. Tatsächlich ist, dass sie BDSM leben, weil sie beide es wollen. Es ist eine Lebenseinstellung und hin und wieder mehr als das. Doch kaum ein BDSMler wird sich einzig über seine Neigung definieren.
Sehr wohl eine Definitionsfrage ist aber, welche Seite des Spieles man einnehmen möchte. Insofern könnte man den Bereich des BDSM als einen Weg der Selbsterfahrung, Selbsterkenntnis und des Selbstdefinierens beschreiben. BDSM ist ein Weg, der nie zu Ende gegangen ist. Er ist weit und steinig und doch so wunderbar und anschaulich. Es ist ein Weg zum eigenen Ich und ein ganz wichtiger Schritt auf dem Weg zur Selbstakzeptanz.
BDSM sollte aus freiem Willen gelebt werden. Es darf niemals aus einem Zwang heraus geboren werden. Ganz klar, dass man BDSMler an ihrer Kleidung erkennen kann und dass sie anders ticken. Aber… das Leben besteht nicht nur aus zwei oder drei Schubladen. Viel mehr ist es ein Schrank, bei dem sich hinter jeder Tür noch mindestens eine zweite befindet.
Diesen Schrank zu öffnen, die Türen aufzustoßen und dabei herauszufinden, in welche Rubrik man gehören könnte oder gehören möchte, ist etwas, das viel Vertrauen und eine starke Hand, sowie Halt und ein gefestigtes Bewusstsein erfordert. Daher ist es tabu, BDSM mit Kindern zu leben. BDSM ist ein Spiel zwischen Erwachsenen, die wissen oder zu wissen meinen, was sie tun und was sie wollen.
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